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Der Hype um den 3D-Druck ist vorbei — doch Roboter könnten der Branche neuen Auftrieb geben

The Strategic Newb Editorial Team

Aktualisiert am:

Aus dem Original übersetzt; Zahlen und Quellen wurden beibehalten. Original lesen →

KI-Illustration eines Robotergelenks auf einer Werkbank; kein Foto eines bestimmten 3D-gedruckten Produkts.
KI-generierte Illustration zum Thema.

Alle schauen auf künstliche Intelligenz.

Nvidia. ChatGPT. Rechenzentren. Humanoide Roboter. Selbstfahrende Autos.

Doch während Milliarden Euro in KI und Robotik fließen, steht eine Technologie im Hintergrund, die vor Jahren selbst als nächste industrielle Revolution galt:

3D-Druck.

Anfang der 2010er-Jahre schien es, als würde irgendwann fast jeder einen 3D-Drucker zu Hause besitzen. Bauteile, Spielzeug, Werkzeuge und vielleicht sogar komplette Produkte sollten vor Ort gedruckt werden.

Diese Revolution kam nicht wie vorhergesagt.

Die Verbraucher verloren weitgehend das Interesse, mehrere börsennotierte 3D-Druck-Unternehmen stürzten nach enormen Bewertungen wieder ab, und künstliche Intelligenz wurde zur Technologie, über die alle sprachen.

Doch der 3D-Druck verschwand nie.

Er verlagerte sich lediglich dorthin, wo Verbraucher ihn kaum sehen: in Fabriken, Medizintechnikunternehmen, Luftfahrt, Verteidigung, Ingenieurwesen und industrielle Automatisierung.

Und genau dort könnte jetzt eine zweite Wachstumsphase beginnen.

Nicht durch Menschen, die zu Hause Kunststoffobjekte drucken.

Sondern durch Roboter, die immer mehr kleine, leichte und komplexe Bauteile benötigen.

Vielleicht war der 3D-Druck nie wirklich für Verbraucher gedacht

Der ursprüngliche Hype um den 3D-Druck drehte sich vor allem um Dezentralisierung.

Warum ein Produkt Tausende Kilometer transportieren, wenn man es vor Ort drucken kann?

Warum Ersatzteile jahrelang lagern, wenn man sie digital aufbewahren kann?

Warum eine komplette Fabrik bauen, wenn ein Drucker verschiedene Produkte herstellen kann?

Das Problem: Herkömmliche Fertigungsverfahren blieben für die Massenproduktion oft deutlich günstiger.

Benötigt ein Hersteller Hunderttausende identische Kunststoffteile, kann Spritzguss häufig attraktiver sein.

Die Form ist teuer.

Sobald sie existiert, lassen sich Teile jedoch extrem günstig und schnell herstellen.

Beim 3D-Druck ist es genau umgekehrt.

Es sind kaum spezielle Werkzeuge nötig, aber jedes einzelne Bauteil benötigt Fertigungszeit.

Deshalb ist additive Fertigung besonders interessant, wenn Produkte:

Dieses Profil ähnelt auffallend den Anforderungen moderner Robotik.

Warum Roboter den 3D-Druck wieder interessant machen könnten

Ein Industrieroboter wirkt von außen vielleicht wie eine einzige Maschine.

Tatsächlich besteht er aus einer enormen Zahl von Komponenten.

Motoren, Zahnräder, Sensoren, Kabel, Lager, Gehäuse, Kupplungen, Greifer, Befestigungspunkte, Kabelführungen und Strukturbauteile müssen zusammenarbeiten.

Viele Standardkomponenten werden niemals im 3D-Druck hergestellt werden.

Ein Standardlager auf einer spezialisierten Fertigungslinie herzustellen, bleibt wesentlich sinnvoller.

Dasselbe gilt für Chips, Elektromotoren, Schrauben und viele Zahnräder.

Daneben besteht ein Roboter aber aus zahlreichen Teilen, die nicht vollständig standardisiert sind.

Zum Beispiel:

Robotergreifer, Finger, Sensorhalterungen, Kameragehäuse, Kabelführungen, Schutzabdeckungen, Strukturhalterungen, Luftkanäle, angepasste Verbinder und spezialisierte Endeffektoren.

Für solche Teile könnte der 3D-Druck erheblich attraktiver werden.

Vor allem, wenn Roboterhersteller ihre Konstruktionen ständig anpassen.

Eine traditionelle Fertigungslinie braucht Stabilität.

Ein 3D-Drucker profitiert dagegen von Veränderungen.

Das perfekte Beispiel: der Robotergreifer

Eine der anschaulichsten Anwendungen befindet sich am Ende des Roboterarms.

Der Greifer.

Ein Roboter, der Kartons hebt, benötigt einen anderen Greifer als einer, der Elektronik montiert.

Ein Roboter für Lebensmittel hat wiederum andere Anforderungen.

Ein Lagerroboter, der Hunderte unterschiedliche Produkte handhaben muss, könnte sogar mehrere spezialisierte Greifer benötigen.

Solche Systeme bestehen normalerweise aus mehreren spanend gefertigten Bauteilen.

Mit 3D-Druck lassen sich manchmal mehrere Funktionen in einem einzigen Teil integrieren.

Innere Luftkanäle können beispielsweise direkt in einen pneumatischen Greifer gedruckt werden.

Auch Befestigungspunkte, Sensorführungen und komplexe Strukturen können zum selben Entwurf gehören.

Das kann die Zahl der Bauteile verringern.

Vielleicht noch wichtiger ist jedoch:

Das Gewicht lässt sich drastisch reduzieren.

HP veröffentlichte beispielsweise eine Fallstudie, in der neue, mit Multi Jet Fusion gedruckte Greifer mehr als 85 % leichter waren als frühere Konstruktionen.

Laut derselben Fallstudie sank die Herstellungszeit der Greifer um etwa 30 %.

Bei einem Roboter ist das viel wichtiger, als es zunächst klingt.

Jedes Gramm am Ende eines Roboterarms zählt

Stellen Sie sich vor, Sie entfernen ein Kilogramm aus dem Sockel einer Industriemaschine.

Das kann nützlich sein.

Ein Kilogramm am Ende eines schnell bewegten Roboterarms hat jedoch einen viel größeren Einfluss auf das Gesamtsystem.

Motoren müssen diese Masse ständig beschleunigen.

Abbremsen.

Die Richtung ändern.

Und erneut beschleunigen.

Ein leichterer Greifer bedeutet daher möglicherweise:

weniger Energieverbrauch, schnellere Bewegungen, geringere Belastung der Gelenke und die Möglichkeit, einen größeren Teil der Traglast tatsächlich für das Produkt zu nutzen.

Das erklärt, warum Topologieoptimierung und 3D-Druck für Roboterhersteller so interessant sind.

Statt einen massiven Metallblock abzufräsen, kann ein Computer Material nur dort vorsehen, wo es strukturell tatsächlich benötigt wird.

Das Ergebnis wirkt manchmal fast organisch.

Gerade solche Formen bereiten der traditionellen Fertigung Schwierigkeiten, während ein 3D-Drucker sie relativ leicht herstellen kann.

KI könnte diesen Prozess noch leistungsfähiger machen

Hier verbindet sich die Geschichte des 3D-Drucks unmittelbar mit der aktuellen KI-Revolution.

Künstliche Intelligenz kann nämlich mehr als Roboter steuern.

KI kann auch Roboterbauteile entwerfen.

Generatives Design und Topologieoptimierung lassen Computer Tausende mögliche Formen analysieren.

Ingenieure müssen nicht mehr exakt zeichnen, wie ein Bauteil aussehen soll.

Sie können Anforderungen vorgeben:

Das Teil muss diese Kräfte aushalten.

Es darf höchstens so viele Gramm wiegen.

Diese Befestigungspunkte müssen erhalten bleiben.

Es muss aus diesem Material herstellbar sein.

Der Computer sucht anschließend nach einer effizienten Geometrie.

Solche Geometrien sind oft so komplex, dass konventionelle Verfahren sie nur schwer herstellen können.

Hier hat der 3D-Druck einen Vorteil.

Eine MIT-Studie zeigte beispielsweise, wie generative KI neue Geometrien für einen Roboter entwickeln konnte. Die entstandene Maschine sprang laut den Forschenden etwa 41 % höher als ihre konventionell entworfene Version und zeigte eine deutlich bessere Stabilität bei der Landung.

Interessant ist nicht nur, dass KI ein besseres Bauteil entwarf.

Interessant ist die Produktionskette, die daraus entstehen könnte:

KI → Simulation → generatives Design → digitales Modell → 3D-Drucker → Roboterbauteil.

Das könnte eine grundlegend andere Form der Fertigung ermöglichen.

Vielleicht müssen Roboter künftig nicht alle genau gleich sein

Traditionelle Massenproduktion folgt einem Prinzip:

möglichst viele identische Produkte herstellen.

KI kann die Fertigung jedoch individueller und dynamischer machen.

Ein Lagerroboter in einem Distributionszentrum benötigt möglicherweise andere Greifer als derselbe Roboter in einer Autofabrik.

Ein humanoider Roboter im Krankenhaus kann andere Hände, Schutzelemente und Sensormodule verwenden als ein Roboter im Lager.

In einer Welt mit Millionen Robotern muss deshalb nicht jedes Bauteil millionenfach hergestellt werden.

Stattdessen könnte ein riesiger Markt für viele kleine Nischen entstehen.

Tausende Bauteiltypen.

Gefertigt in Stückzahlen von Dutzenden, Hunderten oder Tausenden.

Genau dort kann additive Fertigung wirtschaftlich attraktiv werden.

Mehr als fünf Millionen Industrieroboter sind bereits im Einsatz

Die Entwicklung der Robotik ist zudem längst keine bloße Hypothese mehr.

Laut der International Federation of Robotics waren Ende 2025 weltweit ungefähr fünf Millionen Industrieroboter im Einsatz.

2025 wurden mehr als 600.000 neue Industrieroboter installiert.

Wie groß der Betriebsbestand 2028 sein wird, hängt von Neuinstallationen und der Stilllegung bestehender Roboter ab.

Diese Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Industrieroboter.

Das mögliche Wachstum bei:

kommt noch hinzu.

Wenn Robotik tatsächlich zu einem der wichtigsten Hardwaremärkte des kommenden Jahrzehnts wird, wächst auch der Markt rund um den Roboter.

Und damit die Nachfrage nach Bauteilen.

Warum der 3D-Druck zu einer Industrie im Hintergrund geworden ist

Das macht die Stellung der additiven Fertigung bemerkenswert.

Die Technologie steht kaum noch im Mittelpunkt der öffentlichen Technologiedebatte.

Wer nach Zukunftstechnologien sucht, findet:

KI.

Quantencomputer.

Humanoide Roboter.

Autonomes Fahren.

Halbleiter.

Doch hinter vielen dieser Branchen wächst gleichzeitig der Bedarf an spezialisierter Fertigung.

Der 3D-Druck könnte sich deshalb von einer Hype-Branche zu einer Infrastrukturtechnologie entwickelt haben.

Weniger sichtbar.

Aber möglicherweise wesentlich nützlicher.

Das erinnert etwas an die Entwicklung des Cloud-Computings.

Verbraucher sprechen bei der Nutzung von Instagram kaum über Rechenzentren.

Ohne Rechenzentren gäbe es den Dienst jedoch nicht.

Dasselbe könnte in der Robotik geschehen.

Der Verbraucher sieht den humanoiden Roboter.

Dahinter könnte jedoch eine vollständige Kette aus spezialisierten Materialunternehmen, Druckern, Konstruktionssoftware, Fertigungsbetrieben und Teilelieferanten entstehen.

Metall-3D-Druck könnte dabei wichtiger werden als Kunststoff

Beim 3D-Druck denken viele noch immer an einen Tischdrucker, der Kunststoffschichten aufträgt.

Industrielle additive Fertigung geht inzwischen viel weiter.

Mit Metallpulvern lassen sich unter anderem Bauteile aus folgenden Materialien herstellen:

Aluminium, Titan, Edelstahl, Werkzeugstahl und Nickellegierungen.

Das eröffnet Anwendungen, die früher kaum möglich waren.

Ein Anbieter metallischer additiver Fertigung berichtete beispielsweise über ein topologieoptimiertes Robotergelenk, das gegenüber einem traditionell gegossenen Bauteil etwa 20 % Gewicht einsparte, bei weiterhin hoher mechanischer Festigkeit.

Metalldruck ermöglicht außerdem innere Strukturen, die mit traditioneller Zerspanung praktisch unmöglich sind.

Gitterstrukturen.

Hohlstrukturen.

Innere Kühlkanäle.

Integrierte Kabelführungen.

Das kann bei Robotern besonders wertvoll sein, bei denen Gewicht, Wärmeabfuhr und Bauraum ständig gegeneinander abgewogen werden müssen.

Doch der 3D-Druck wird traditionelle Fertigung nicht ersetzen

Hier ist eine wichtige Einschränkung nötig.

Ein neuer Robotikboom bedeutet nicht automatisch, dass Fabriken künftig alles drucken.

Der 3D-Druck hat weiterhin Schwächen.

Industrielle Drucker sind teuer.

Metallpulver sind kostspielig.

Drucken kann langsam sein.

Oberflächen benötigen manchmal Nachbearbeitung.

Kritische Bauteile müssen umfassend geprüft und zertifiziert werden.

Und wenn Hunderttausende völlig identische Teile benötigt werden, können Spritzguss, Stanzen, Schmieden, Gießen und CNC-Fertigung günstiger bleiben.

Die Zukunft lautet deshalb wahrscheinlich nicht:

3D-Druck gegen traditionelle Fertigung.

Sondern:

3D-Druck neben traditioneller Fertigung.

Jede Fertigungstechnologie übernimmt, was sie am besten kann.

Massenproduktion für Standardkomponenten.

Additive Fertigung für komplexe, leichte, angepasste und sich schnell verändernde Bauteile.

Die eigentliche Chance liegt zwischen Prototyp und Massenproduktion

3D-Druck wird noch oft als Technologie für Prototypen betrachtet.

Dieses Bild verändert sich.

Industrielle Drucker werden zunehmend für tatsächliche Endprodukte eingesetzt, vor allem bei kleinen bis mittleren Serien.

Das könnte in der Robotik besonders wichtig sein.

Ein Roboterhersteller kann beispielsweise einen neuen Greifer entwickeln.

Version 1 drucken.

Testen.

Die Konstruktion anpassen.

Version 2 herstellen.

Erneut testen.

Und schließlich Hunderte oder Tausende Teile herstellen, ohne zuerst eine teure Form entwickeln zu müssen.

Ändert sich der Entwurf sechs Monate später, muss nicht die gesamte Werkzeugausstattung neu gebaut werden.

Die digitale Datei wird geändert.

Dann beginnt der Drucker erneut.

In einer Branche, in der sich Hardware womöglich so schnell entwickelt wie Software, könnte diese Flexibilität enorm wertvoll sein.

Ersatzteile könnten ein zweiter großer Markt werden

Eine weitere Anwendung findet vergleichsweise wenig Beachtung.

Ersatzteile.

Eine Fabrik kann einen Roboter zehn oder fünfzehn Jahre nutzen.

Hersteller müssen währenddessen jedoch Bauteile verfügbar halten.

Traditionell bedeutet das physische Bestände.

Lagerung.

Logistik.

Und die Produktion von Teilen, für die möglicherweise nur noch einige Hundert Kunden existieren.

3D-Druck ermöglicht eine Alternative:

digitale Bestände.

Statt Tausende Teile im Regal zu lagern, speichert ein Hersteller zertifizierte digitale Modelle.

Wird ein Teil benötigt, wird es vor Ort hergestellt.

In einer Welt mit Millionen Robotern könnte daraus eine enorme logistische Anwendung werden.

Welche Unternehmen könnten von dieser Entwicklung profitieren?

Setzt sich dieser Trend fort, muss der größte Gewinner nicht unbedingt der Hersteller humanoider Roboter selbst sein.

Die Wertschöpfungskette ist viel breiter.

Mögliche Profiteure finden sich in folgenden Bereichen:

Industrielle 3D-Drucker Unternehmen, die zuverlässige Produktionsdrucker für Kunststoffe und Metalle entwickeln.

Materialien Spezialpolymere, Metallpulver und Verbundwerkstoffe könnten wichtiger werden, wenn die Anforderungen an Roboterbauteile steigen.

Software Generatives Design, Simulation, Topologieoptimierung und automatische Druckvorbereitung könnten enger mit KI verbunden werden.

3D-Druck-Dienstleister Nicht jeder Roboterhersteller möchte selbst Millionen in industrielle Drucker investieren. Fertigung als Dienstleistung könnte deshalb wachsen.

Nachbearbeitung Viele hochwertige gedruckte Teile müssen nach der Herstellung noch behandelt, poliert, erhitzt oder per CNC nachbearbeitet werden.

Digitale Bauteilplattformen Langfristig könnte sogar ein Markt entstehen, auf dem zertifizierte Roboterbauteile als digitale Dateien gespeichert und lokal hergestellt werden.

Damit ist 3D-Druck mehr als eine einzelne Branche.

Er könnte zu einer Fertigungsebene unter mehreren schnell wachsenden Industrien werden.

Die Roboterrevolution könnte dem 3D-Druck eine zweite Chance geben

Der 3D-Druck hat einen der ungewöhnlichsten Technologiezyklen der letzten zwanzig Jahre durchlaufen.

Zunächst sollte er alles verändern.

Danach schien kaum noch jemand darüber zu sprechen.

Vielleicht war aber nie die Technologie das Problem.

Vielleicht erwarteten wir einfach die falsche Anwendung.

Die erste Welle drehte sich um Verbraucher, die Produkte zu Hause drucken sollten.

In der nächsten Welle könnten Maschinen Bauteile für andere Maschinen herstellen.

Und diesmal gibt es einen viel klareren wirtschaftlichen Grund.

Roboter benötigen leichte Bauteile.

Roboter verändern sich schnell.

Roboter werden an bestimmte Aufgaben angepasst.

KI kann immer komplexere Bauteile entwerfen.

3D-Drucker sind besonders stark, wenn Teile komplex, angepasst und in relativ kleinen Mengen gefertigt werden müssen.

Das bedeutet nicht, dass jeder künftige Roboter größtenteils aus einem Drucker kommt.

Wenn aber Millionen neue Roboter jeweils Dutzende spezialisierte 3D-gedruckte Teile verwenden, ist das auch nicht nötig.

Eine Technologie muss nicht das komplette Produkt herstellen, um zu einer riesigen Industrie zu werden.

Während die Welt auf KI und humanoide Roboter schaut, könnte der 3D-Druck still von einem vergessenen Hype zu einer der Fertigungstechnologien hinter der Roboterrevolution von morgen werden.


Häufige Fragen zu 3D-Druck und Robotern

Werden Roboter heute bereits mit 3D-Druckern hergestellt?

Ja. 3D-Druck wird bereits für Robotergreifer, Gehäuse, Halterungen, Prototypen, Werkzeuge und bestimmte Strukturbauteile eingesetzt. Der größte Teil eines Roboters entsteht allerdings weiterhin mit anderen Fertigungsverfahren.

Warum ist 3D-Druck für die Robotik interessant?

Roboterbauteile müssen oft leicht, stabil und kompakt sein. Viele werden zudem nur in relativ kleinen Stückzahlen hergestellt. Deshalb können die Gestaltungsfreiheit und geringen Werkzeugkosten additiver Fertigung attraktiv sein.

Lassen sich metallische Roboterbauteile im 3D-Druck herstellen?

Ja. Industrielle Metalldrucker können unter anderem Teile aus Aluminium, Titan, Edelstahl und verschiedenen Hochleistungslegierungen herstellen. Präzise oder stark belastete Teile benötigen oft zusätzliche Nachbearbeitung.

Wird 3D-Druck CNC und Spritzguss ersetzen?

Wahrscheinlich nicht. Bei großen Mengen identischer Teile bleiben traditionelle Verfahren oft günstiger. 3D-Druck ist vor allem für komplexe Geometrien, kleine bis mittlere Stückzahlen und regelmäßig veränderte Teile attraktiv.

Was hat KI mit 3D-Druck zu tun?

KI und generatives Design können anhand von Gewicht, Festigkeit und weiteren Anforderungen automatisch neue Geometrien entwickeln. Viele dieser Formen sind traditionell schwer herzustellen, eignen sich aber gut für den 3D-Druck.

Kann das Wachstum humanoider Roboter den 3D-Druck fördern?

Das ist möglich, insbesondere wenn humanoide Roboter in großen Stückzahlen entwickelt werden und dennoch zahlreiche spezialisierte, leichte und regelmäßig veränderte Teile benötigen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von Kosten, Produktionsgeschwindigkeit, Materialien und der tatsächlichen Integration additiver Fertigung bei Roboterherstellern ab.


Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Artikel stützt sich unter anderem auf Daten und Anwendungen aus:

Hinweis: Zukunftsszenarien für humanoide Roboter und die Nachfrage nach 3D-gedruckten Bauteilen bleiben unsicher. Die genannten Entwicklungen zeigen Möglichkeiten und heutige Anwendungen, garantieren aber nicht, dass alle Roboterhersteller additive Fertigung umfassend einsetzen werden.

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